Solidarität kennt keine Grenzen

Die Corona-Krise macht uns schlagartig bewusst, wie verletzlich unsere globalisierte Welt ist. Das Virus unterscheidet nicht nach Hautfarbe, Religion oder Geschlecht. Die Krise betrifft uns alle – doch sie trifft uns nicht alle gleich.

In den Flüchtlingscamps in Griechenland leben geflüchtete Familien aus Kriegsgebieten seit Jahren im Elend, ohne Hygiene und medizinisch unterversorgt. Bei einem Covid-19-Ausbruch kommt es diesen und vielen anderen Flüchtlingscamps zu einer Katastrophe.

Niemand darf beim Schutz vor dem Virus zurückgelassen werden. Die zentrale Forderung der UNO «Leave no one behind» darf nicht Worthülse bleiben!

Der Tag des Flüchtlings TdF steht deshalb 2020 unter dem Motto «Solidarität kennt keine Grenzen».

  • Wir fordern zusammen mit NGOs, Kirchen und solidarischen Einzelpersonen in vielen Ländern sofort die Evakuierung der Flüchtlingslager in Griechenland.
  • Wir fordern die Schweiz auf, sich solidarisch zu zeigen und alles daran zu setzen, möglichst viele Schutzsuchende aus den Flüchtlingslagern in Griechenland zwecks Prüfung des Asylantrags in die Schweiz zu holen. Ihnen muss in der Schweiz ein faires Asylverfahren, adäquate Unterbringung und Betreuung gewährt werden – vorab den verletzlichsten unter ihnen.

Das wollen wir erreichen

Veranstaltungen

Flüchtlingstage 2020

Liebe TdF-Koordinatorinnen und -Koordinatoren, liebe Engagierte und Unterstützende des TdF

Das Virus «Covid-19» schränkt bis auf Weiteres das soziale Leben aller Menschen weltweit ein. Auch wenn der Bundesrat Ende Mai nun schrittweise die Einschränkungen lockert, fällt die Umsetzung kantonal unterschiedlich aus.

Für die Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH) hat die Gesundheit und Sicherheit aller Geflüchteten, Asylsuchenden und aller im Asylbereich tätigen Menschen nach wie vor oberste Priorität.

Wir haben mit dem Wissensstand von Ende April empfohlen, alle geplanten lokalen Aktivitäten in Schweizer Städten und Gemeinden, die am Nationalen Tag des Flüchtlings TdF (Samstag, 20. Juni 2020) drinnen und draussen mit mehr als 5 Teilnehmenden stattfinden würden, abzusagen. Eine Absage der Veranstaltungen zum TdF bedeutet keine Absage an unserer Solidarität gegenüber Geflüchteten und Verfolgten. Unsere Kampagne «Solidarität kennt keine Grenzen» ist digital konzipiert und ermöglicht allen, sich online zu beteiligen. Daran halten wir fest. Wir alle zusammen werden im Gegenteil noch stärker gefordert sein. Es ist absehbar, dass benachteiligte Menschen durch diese Krise weit stärker betroffen sein werden, in der Schweiz und auf der ganzen Welt. Umso wichtiger ist unsere gemeinsame Arbeit und unser Einsatz – Solidarität kennt keine Grenzen. 

Bleiben Sie gesund!