In Sicherheit dank vorübergehender Visaerleichterung

Die sichere Flucht nach Europa gelang Fanar und Abeer Adam und ihre beiden kleinen Töchter im Alter von zwei und drei Jahren dank humanitärer Visa. Allerdings lehnten die Schweizer Botschaften in Beirut und Istanbul die Anträge zuerst ab, das humanitäre Visum für Schutzsuchende wird nur sehr selten erteilt. Die Familie Adam konnte von den vorübergehenden Visaerleichterungen für Verwandte syrischer Staatsangehörigen profitieren.

Fanar, Abeer und ihre beiden kleinen Töchter im Alter von zwei und drei Jahren reisten zuerst nach Beirut und anschliessend nach Istanbul. «Der Libanon und die Türkei sind mit den Flüchtlingen überfordert. Sie können keine Sicherheit mehr bieten und es gibt keinerlei Zukunftsperspektive», erklärt Fanar. Somit blieb nur noch ein Ausweg: die Flucht nach Europa. Also unternahm die Familie die nötigen Schritte, um in die Schweiz zu gelangen, da dort bereits andere Familienmitglieder Zuflucht gefunden hatten: «Unser Antrag wurde in den Schweizer Botschaften in Istanbul und Beirut zuerst abgelehnt. Nach einem Rekurs und mit der Hilfe meiner Schwester, die in der Schweiz lebt, erhielten wir schliesslich humanitäre Visa», erzählt Fanar. Es gibt nur wenige Möglichkeiten, legal und sicher nach Europa zu gelangen, ohne Gefahren auf sich nehmen zu müssen. Eine dieser Möglichkeiten ist das humanitäre Visum für Schutzsuchende; dieses wird jedoch nur sehr selten erteilt.

Text: Karin Mathys, Redaktorin SFH