Familienzusammenführung

Die hohen Hürden für Familien­zusammen­führungen in der Schweiz müssen beseitigt werden.

Was ist Familienzusammenführung?

Wer in der Schweiz als anerkannter Flüchtling Schutz findet, darf seine Nächsten unverzüglich zu sich holen – allerdings nur Partnerin oder Partner und die minderjährigen Kinder. Vorläufig Aufgenommene (Status F) müssen drei Jahre warten, ehe ihre Kernfamilie in die Schweiz nachkommen darf. Sie müssen dabei strenge finanzielle Anforderungen erfüllen: eine ausreichend grosse Wohnung und genügend Geld, um selbst für die Familie zu sorgen.

Warum braucht es eine erleichterte Familienzusammenführung?

Die Trennung und die stete Sorge um das Schicksal der zurückgelassenen Angehörigen sind unmenschlich und hinderlich für die Integration der Menschen, die als anerkannte Flüchtlinge oder vorläufig Aufgenommene in der Schweiz leben.

Wofür setzen wir uns ein?

Die SFH setzt sich dafür ein, diese hohen Hürden für Familienzusammenführungen in der Schweiz zu beseitigen. Die dreijährige Wartezeit sowie die finanziellen Auflagen für vorläufig Aufgenommene sollen abgeschafft werden. Zugleich gilt es, den Familienbegriff so zu erweitern, dass anerkannte oder vorläufig aufgenommene Flüchtlinge künftig in der sicheren Schweiz auch wieder mit den Eltern, Grosseltern, Geschwistern und Enkeln zusammenleben können.